Memories in Pictures – Oral History and Graphic Novel on Migration and Arrival

On January 1, 2026, the DAAD-funded project “Memories in Pictures—Oral History and Graphic Novels on Migration and Arrival” will launch at the University of Augsburg. The project is based at the Chair of the History of Germany’s Interconnections with Eastern Europe and is being carried out in cooperation with the Chair of Pedagogy, which focuses on adult and continuing education. There is also close collaboration with the Bukowina-Institut, the German-Ukrainian Dialogue Augsburg e.V., and international partner institutions. The project is dedicated to researching and artistically interpreting the experiences of flight and migration among Ukrainian women in the context of Russia’s ongoing war of aggression against Ukraine. A central component of the project is international cooperation with the Lviv National Academy of Arts (Lwiw), represented by Olesia Datzko, as well as with the NGO “Ukrainian-German Cultural Society Chernivtsi” at the Gedankendach Center. Together, they are creating a transnational network spanning academia, the arts, and civil society engagement.

As part of the project, oral history interviews are being conducted with Ukrainian women who have experienced displacement and migration as a result of Russia’s ongoing war of aggression against Ukraine – both in Germany and in Ukraine. These interviews form the basis for the development of a graphic novel, which is being created in collaboration with students, artists, and scholars from Germany and Ukraine. The goal is to convey experiences of war, flight, and arrival in a narrative and visual way that is also accessible to a broad audience.

The project combines empirical research, international academic teaching, and artistic practice. The results will be published in both print and digital formats and accompanied by public events. A particular focus is on giving visibility to the voices of women, who have been underrepresented thus far, as well as on topics with feminine connotations such as care work, care relationships, and transnational realities of life. In this way, the project makes a lasting contribution to the culture of remembrance, to adult and continuing education, and to German-Ukrainian dialogue.

Internationaler Workshop

Vom 30. Juni bis 3. Juli 2026 fand am Bukowina-Institut der Universität Augsburg der internationale und interdisziplinäre Workshop „Migration erzählen und sichtbar machen: Graphic Novel und biographisches Lernen“ statt und brachte Studierende, Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen aus Deutschland und der Ukraine zusammen.

Von ukrainischer Seite nahmen Olesia Datzko mit einer Studierendengruppe der Lviv National Academy of Arts sowie Dr. Oxana Matiychuk als Vertreterin der NGO „Ukrainisch-Deutsche Kulturgesellschaft Chernivtsi“ teil. Seitens der Universität Augsburg begleiteten Prof. Dr. Jana Osterkamp und PD Dr. Tetyana Hoggan-Kloubert die Veranstaltung. Für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung war das Team des Bukowina-Instituts verantwortlich. 


Eröffnet wurde der Workshop mit einem Auftritt der Sandkünstlerin Svitlana Voronzova von Deutsch-ukrainischen Dialog e.V, die mit Sand als Medium eine Geschichte von Flucht und Ankunft erzählte und damit einen haptischen und unmittelbaren Zugang zum Thema des Workshops schuf.


In interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzten Teams wählten die Studierenden jeweils ein Interview aus und begannen – begleitet von den beiden professionellen Grafikillustratorinnen Melanie Lüdtke und Sofiia Yuzefovych – mit der künstlerischen Umsetzung der ersten Interviews in die Graphic Novel. Dabei brachten die Studierenden ganz unterschiedliche Perspektiven ein: aus ihren jeweiligen Studienfächern ebenso wie aus ihren persönlichen Lebenswegen und Erfahrungen. Gerade dieses Zusammenspiel von fachlicher Vielfalt und individueller Biografie prägte die Zusammenarbeit in den Teams.

Die Studierenden waren dabei in alle Phasen des kreativen Prozesses aktiv eingebunden – von der Recherche über die Storyentwicklung bis zur visuellen Umsetzung und Publikation. Sie erwarben Kompetenzen im visuellen Erzählen, im Storyboarding, in der Panelgestaltung sowie im Umgang mit analogen und digitalen Zeichentechniken. Die Interviews dienten dabei als Grundlage für authentische narrative Fragmente, die im Workshop zu einer kohärenten und emotional zugänglichen Erzählung verdichtet wurden.

Die gemeinsame Arbeit an den Graphic Novels schuf einen Raum für interkulturelle Begegnung, persönliche Gespräche und den Aufbau neuer akademischer und kreativer Netzwerke. Viele der während des Workshops entstandenen Kontakte sollen auch über das Projekt hinaus Bestand haben: Die studentischen Teams planen, ihre Zusammenarbeit online fortzusetzen und die begonnenen Graphic Novels gemeinsam weiterzuentwickeln und abzuschließen.


Auch außerhalb der Arbeitsphasen stand der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Gemeinsame Abendprogramme boten den Gästen aus der Ukraine Gelegenheit, Augsburg kennenzulernen und Einblicke in den deutschen Alltag und die lokale Kultur zu gewinnen. Gerade diese informellen Begegnungen erwiesen sich als wertvolle Ergänzung der gemeinsamen Projektarbeit und trugen wesentlich zum gegenseitigen Verständnis und zur Intensivierung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit bei.


Der Workshop bildete damit einen zentralen Baustein im Projektjahr 2026: Er verband wissenschaftliche Oral-History-Arbeit, künstlerische Praxis und studentischen Austausch zu einem gemeinsamen transnationalen Lernprozess – und legte zugleich den Grundstein für die weitere gemeinsame Arbeit an der Graphic Novel in den kommenden Monaten.


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